Wer darf drüber?

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Wer darf über die Hackerbrücke fahren? Die aktuelle Verkehrslage

Die Hackerbrücke ist ein klassisches Beispiel für eine Münchner Verkehrsader, die mehrere Nutzungsarten auf engem Raum zusammenführt. Die Regeln sind klar definiert, sorgen aber im Alltag besonders für Radfahrer oft für Konflikte.

1. Hackerbrücke mit dem Auto

Normalerweise dürfen Autos und alle Fahrzeuge bis 18 Tonnen die Hackerbrücke nutzen. Natürlich gilt aber auch hier die Tonnagenbegrenzung. Fahrzeug über 3,5 Tonnen dürfen die Brücke nur nutzen, wenn sie ein Ziel innerhalb Münchens haben (Lieferverkehr). Dabei steht in jeder Fahrtrichtung – also Nord und Süd – jeweils eine Spur zur Verfügung. Diese Fahrspur ist sehr schmal, wenn breitere Fahrzeuge über die Brücke fahren. Allerdings gibt es für den Autoverkehr eine Einschränkung: Während des Oktoberfests wird die Brücke an den Abenden und Wochenenden komplett für den Autoverkehr gesperrt, um den enormen Fußgängerströmen von und zur Theresienwiese gerecht zu werden.

2. Radverkehr

Aktuell ist die Situation für Radfahrer auf der Hackerbrücke sehr unbefriedigend. Es gibt keinen eigenen baulich getrennten Radweg. Radfahrer müssen die Autospur mitbenutzen. Aufgrund der schmalen Fahrspuren und des hohen Verkehrsaufkommens ist das Fahren auf der Brücke nicht ungefährlich. Die Stadt München prüft zwar die Möglichkeit einer Verbesserung, doch bisher ist die Situation ungelöst. Diese mangelnde Sicherheit ist der Hauptgrund, warum der Radentscheid fordert, die Brücke nach der Sanierung komplett autofrei zu halten, um einen sicheren Radweg zu schaffen.

3. Fußgänger

Für Fußgänger ist der Weg über die Hackerbrücke sicher gelöst. Die Brücke verfügt über eigene, breite Gehwege, die baulich von der Fahrbahn getrennt und auf etwas tiefer liegenden Kragarmen angebracht sind. Diese Trennung sorgt für maximale Sicherheit und bietet gleichzeitig den ungestörten, berühmten Blick über das Gleisvorfeld. Die Frequenz ist hier jedoch extrem hoch, besonders abends und am Wochenende, wenn sich die Brücke in den bereits erwähnten Sonnenuntergangs-Hotspot verwandelt.

Blick in die Zukunft: Die Sanierung als Chance

Mit der geplanten Generalsanierung der Brücke ab 2027 wird die Brücke für voraussichtlich drei Jahre komplett für den Autoverkehr gesperrt. Die Fuß- und Radwege sollen aber nutzbar bleiben. Genau diese Sperrzeit sehen viele Initiativen als einmalige Chance, um zu beweisen, dass die Hackerbrücke auch danach dauerhaft autofrei bleiben kann, um endlich einen sicheren und breiten Raum für den Rad- und Fußverkehr zu schaffen. –> wissenswert über die Hackerbrücke Sanierung

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