Hackerbrücke autofrei? Die aktuelle Lage
Derzeit ist die Hackerbrücke noch für den Autoverkehr freigegeben – allerdings mit Einschränkungen. Seit 2023 ist sie bereits Teil eines Verkehrsversuchs bzw. einer neuen Regelung: Autos dürfen die Brücke befahren, aber das Linksabbiegen von der Arnulfstraße auf die Brücke wurde unterbunden, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren.
In der Münchner Stadtpolitik (insbesondere bei den Grünen und der SPD) gibt es starke Bestrebungen, die Brücke dauerhaft für den privaten PKW-Verkehr zu sperren. Das Ziel ist eine sogenannte „Bus- und Umweltspur“. Die CSU und Wirtschaftsverbände warnen hingegen vor einem Verkehrschaos auf der ohnehin überlasteten Donnersbergerbrücke, wenn die Hackerbrücke als Ausweichroute wegfällt.
Die Sanierung 2027 als Wendepunkt?
Die anstehende Generalsanierung ab 2027 ist der entscheidende Hebel für diese Entscheidung. Da die Brücke während der mehrjährigen Bauzeit für Autos ohnehin teilweise gesperrt werden muss, sehen viele Planer darin die ideale Gelegenheit für einen Testlauf.
Es gibt konkrete Überlegungen im Stadtrat, die Brücke nach dem Abschluss der Bauarbeiten (ca. 2030) nicht mehr für den allgemeinen Autoverkehr zu öffnen. Es wird gemunkelt, dass die Stadt bereits interne Simulationen durchführt, wie der Verkehr ohne die Brücke fließt.
Warum die Brücke autofrei werden könnte
Es gibt drei Hauptargumente, die für eine Sperrung für PKW sprechen:
- Sicherheit für Fußgänger und Radler: Die Gehwege sind heute oft überfüllt, besonders während der Wiesn oder im Sommer bei Sonnenuntergang. Ohne Autos könnten die Gehwege verbreitert werden.
- Priorität für den ÖPNV: Die Busse (z.B. die Linie 153), die über die Brücke fahren, stehen oft im Stau. Eine exklusive Busspur würde den Nahverkehr deutlich pünktlicher machen.
- Aufenthaltsqualität: Die Brücke ist ein Denkmal und ein sozialer Treffpunkt. Ohne Lärm und Abgase würde der „Sonnenuntergangs-Hotspot“ massiv aufgewertet werden.
Was dagegen spricht: Die Sorge vor dem Verkehrskollaps
Kritiker führen an, dass die Hackerbrücke eine wichtige Entlastungsfunktion für das Westend und die Maxvorstadt hat. Eine Sperrung würde bedeuten, dass täglich tausende Autos zusätzliche Umwege über den Altstadtring oder die Donnersbergerbrücke fahren müssten. Anwohner in den umliegenden Vierteln befürchten zudem mehr Schleichweg-Verkehr durch ihre Wohnstraßen.
Fazit: Die Tendenz geht Richtung „Ja“
Offiziell beschlossen ist die dauerhafte Sperrung für die Zeit nach 2030 noch nicht. Fakt ist aber: Ab 2027 wird die Brücke für mehrere Jahre nicht als Verkehrsader zur Vergügung stehen – schlichtweg wegen der Baustelle. Die Erfahrungswerte aus dieser Zeit werden mit Sicherheit die Grundlage für die endgültige Entscheidung bilden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Brücke nach der Sanierung nur noch für Busse, Einsatzfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger freigegeben wird.
Weiterführende Links
- alle Infos zur Hackerbrücke
- hier kannst du nahe der Hackerbrücke parken
- gleich in der Nähe ZOB München
- auch autofrei, die Altstadt Bernkastel Kues
