Lohnt sie sich?

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Lohnt sich ein Besuch der Hackerbrücke?

Ja, finde schon. Du musst die Hackerbrücke gesehen haben – aber komm am Abend! Die Hackerbrücke ist in München so ein Ort, den man vielleicht nicht auf jedem Touristen-Poster findet, aber den du einfach gesehen haben musst. Sie ist mehr als nur eine Brücke. Sie ist ein besonderer Aussichtspunkt – mit Blick auf die berühmten Türme der Frauenkirche.

Tagsüber ist sie natürlich super wichtig: Sie ist diese gewaltige, alte Eisenbrücke aus dem späten 19. Jahrhundert, die den Verkehr und vor allem uns Fußgänger und Radler über das gigantische Gleisvorfeld am Hauptbahnhof führt. Du siehst die ganzen 26 Gleise unter dir, und technisch ist das Ding mit seiner genieteten Stahlfachwerk-Konstruktion ein echtes Baudenkmal aus der Gründerzeit – also schon über 130 Jahre alt!

Aber die Brücke wird erst am Abend wirklich magisch. Sie verwandelt sich dann in den besten, inoffiziellen Treffpunkt der ganzen Stadt. Der Grund? Die Aussicht nach Westen ist komplett unverbaut. Das heißt: Wenn die Sonne untergeht, versammeln sich hier Tausende Leute – Studenten, Pendler, Touristen – alle mit einem Feierabendbier in der Hand. Die beobachten dann, wie die Sonne spektakulär direkt über dem Gleisgewirr versinkt. Diese Mischung aus urbaner Hektik, den vorbeifahrenden Zügen und diesem atemberaubenden Farbspiel am Himmel – das ist einfach München-Feeling pur!

Es ist ein besonderer, atmosphärischer Ort, der Industriegeschichte mit dem pulsierenden Leben der Stadt verbindet. Wenn du also in München bist, plan deinen Spaziergang so, dass du kurz vor Sonnenuntergang auf der Hackerbrücke stehst – das wirst du nicht vergessen! Für Fotografen interessant: Wenn du in den Wintermonaten hierher kommst, kannst du den Sonnenaufgang hinter den Türmen der Frauenkirche bewundern.

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